Telematikinfrastruktur
Vielleicht hast Du schon einmal von der Telematikinfrastruktur (TI) gehört und Dich gefragt, was das ist und was Du damit zu tun hast?
Wir stellen auf dieser Seite Informationen und weiterführende Links bereit. Die Seite wird regelmäßig aktualisiert.
Bin ich mit miya für die TI bereit?
Ja! Wir arbeiten an einer mobilen und komfortablen Lösung des Anschlusses von Hebammen an die TI und halten Dich hierzu auf dem Laufenden. Solltest Du Interesse haben unsere Entwicklung als Pilotkundin zu begleiten schreibe uns an: ti@miya.de
Was ist die TI?
Die TI ist ein Grundbaustein zur Digitalisierung des Gesundheitswesens. Unter der TI kann man sich ein sicheres Datennetz für Gesundheitsanwendungen vorstellen. Darin sind z.B. Anwendungen wie die elektronische Patientenakte (ePA) und die sichere E-Mailalternative KIM nutzbar, welche auch Mehrwerte für Hebammen bieten.
Die gematik bietet weiterführende Informationen speziell für Hebammen unter: https://www.gematik.de/sektoren/hebammen
Komponenten der TI
Um die Dienste in der TI nutzen zu können, sind einige Komponenten notwendig, um einen sicheren Anschluss zu gewährleisten:
Elektronischer Heilberufsausweis (eHBA)
Mit dem elektronischen Heilberufsausweis weist Du dich in der TI als Hebamme aus und bist damit berechtigt auf Dienste in der TI zuzugreifen. Neben dem Ausweisen ermöglicht der eHBA auch das rechtssichere elektronische Unterschreiben (signieren) von Dokumenten. Der eHBA ist mit einer PIN geschützt. Wofür Du als Hebamme den eHBA benötigst findest Du in diesem Artikel: Wozu benötige ich/meine Hebammenpraxis einen eHBA?
Zur Beantragung des eHBA muss man sich gegenüber einem Kartenherausgeber als Hebamme ausweisen und die bestehende Berufserlaubnis nachweisen. Diese Schritte übernimmt das elektronische Gesundheitsberuferegister (eGBR) nach Antragsstellung durch Dich.
Institutionskarte (SMC-B)
Die Institutionskarte ist im Ursprung der TI für Arztpraxen gedacht. Da die Dienste in der TI auf die SMC-B für viele Prozesse angewiesen sind, ist diese auch für Hebammen notwendig. Im Kontext der Hebammen wird hierbei allerdings wieder die Hebamme als Leistungserbringerin ausgewiesen.
Auch die SMC-B wird über das eGBR beantragt, hierzu ist allerdings zunächst der eHBA erforderlich.
Konnektor
Der Konnektor ist das Kernstück der Anbindung an die TI. Er stellt die Verbindung in die TI über die Identifikation mit der SMC-B und dem eHBA her. Der Konnektor ist ähnlich einem Internetrouter.
Der Konnektor muss in einer sicheren Umgebung, wie z.B. einer Arztpraxis, stehen. Den Konnektor im privaten Netzwerk zuhause aufzustellen entspricht im Grunde nicht den Anforderungen der TI. Aus diesem und aus dem Grund der mobilen Nutzung, verfolgen wir bei miya einen Ansatz, bei dem der Konnektor in unserem Rechenzentrum steht und somit in einer geschützten und mobil nutzbaren Umgebung.
Damit der Konnektor eine Verbindung in die TI aufbauen kann, ist ein sogenanntes “virtuelles privates Netzwerk” (VPN) erforderlich. Mit miya musst Du dich darum nicht gesondert kümmern, dies wird Teil der Anbindung durch miya werden.
eHealth-Kartenterminal
Das eHealth-Kartenterminal ist ein spezielles Kartenlesegerät, in welches mehrere Karten gleichzeitig gesteckt werden können. Hierzu zählt die SMC-B und der eHBA, sowie auch die elektronische Gesundheitskarte (eGK) der Versicherten. Das Kartenlesegerät ist über ein Netzwerk mit dem Konnektor verbunden, sodass dieser auf die Ausweiskarten zugreifen kann. Das Kartenlesegerät enthält auch eine Tastatur für die Eingabe der PIN.
Bei einer Anbindung mit miya wird das Kartenlesegerät bei Dir in der Praxis bzw. im Büro stehen und über ein virtuelles privates Netzwerk (VPN) mit dem Konnektor in unserem Rechenzentrum verbunden.